Keine Angst vor Reisethrombosen

Veröffentlicht am: Mai 23, 2020

Urlaubszeit, Reisezeit – viele Träume und schöne Erwartungen, aber mitunter auch ein wenig Unbehagen vor dem Kommenden. Eine der Hauptängste, wenn man an Flugreisen und lange Auto- bzw. Busfahrten denkt, ist die Angst eine (Reise-) Thrombose zu erleiden.
Unter einer (echten) Beinvenenthrombose versteht man den Verschluss einer großen, tiefen Beinvene durch ein Blutgerinnsel, wodurch der Rückstrom des Blutes zum Herzen vermindert oder unterbrochen wird. Die Folge ist eine Schwellung des gesamten Beines mit der Gefahr einer Lungenembolie. Nicht zu verwechseln ist die Beinvenenthrombose mit einer Venenentzündung, bei der nur ein einzelner Venenstrang entzündet und verhärtet ist.
Jeder, auch der völlig Venengesunde, kann eine Thrombose erleide
Was sind nun die Risikofaktoren zur Entstehung eine Thrombose?
1) Langes Sitzen mit zum Teil stark abgewinkelten Beinen: die Pumpfunktion der Wadenmuskulatur fehlt
2) Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme: das Blut dickt ein
3) Übermäßiger Alkohol und Kaffeegenuss
4) Unzureichender Druckausgleich bei Flugreisen
5) Lange Schlafphasen während Flugreisen
6) Zu geringe Bewegung während Flugreisen und zu wenige Pausen bei Autofahrten
Durch diese Faktoren kommt es zu einem Versacken des Blutes in den Beinen, die Venen weiten sich aus und verstärken dadurch diesen Effekt. Die Entstehung von Mikrothrombosen, meist in den Unterschenkeln ist die Folge. Glücklicherweise werden diese aber in den meisten Fällen vom Körper wieder aufgelöst bevor sie zu relevanten Thrombosen heranreifen können.
Krampfadern erhöhen NICHT das Risiko eine Reisethrombose zu bekommen!
Allerdings steigt bei unbehandelten Krampfadern das Risiko einer Venenentzündung!
Mit folgenden Maßnahmen können Sie einer Reisethrombose vorbeugen:
1) Tragen Sie unbedingt Reisestrümpfe bis zum Knie! Auch wenn Sie völlig gesunde Venen haben, oder die Flugreise nur kurz ist,sollten Sie nicht auf diese verzichten und auch nach langen Bus- oder Autoreisen werden Sie Dank der Strümpfe mit deutlich schlankeren Beinen ankommen.
2) Trinken Sie ausreichend Wasser oder zuckerarme Fruchtsäfte (im Flugzeug unbedingt danach verlangen, weil meist viel zu wenig Flüssigkeit angeboten wird).
3) Machen Sie Bewegung! Aufstehen, Venenübungen, Zehenfersenstände, Kreis- und Achterbewegungen im Sprunggelenk.
4) Vermeiden Sie exzessiven Alkoholgenuss.
5) Nehmen Sie auf Langstreckenflügen keine Schlafmittel. Sie könnten die Warnzeichen Ihres Körpers übersehen.
6) Machen Sie ausreichend Pausen bei langen Autofahrten.
Die Gabe einer Antithrombosespritze zeigt erst bei Flügen ab 6 Stunden einen erhöhten Schutz gegenüber dem alleinigen Tragen von Reisestrümpfen und ersetzt diese NICHT!
Der Reisestrumpf ist und bleibt der Hauptschutz gegen Reisethrombosen.
Völlig wirkungslos zum Schutz vor einer Reisethrombose ist hingegen das Einnehmen von Aspirin. Sollten Sie unter venöser Schwellneigung oder ausgeprägten Krampfadern leiden, empfiehlt es sich bereits etwa zwei Wochen vor der geplanten Reise mit einer unterstützenden medikamentösen Therapie zu beginnen. Ihre Apotheke berät Sie gerne. Einen speziellen Stellenwert hierbei haben die Wirkstoffe Diosmin und Hesperidin, da sie im Bedarfsfall kurzfristig ohne Nebenwirkungen hochdosiert werden können und sowohl einen positiven Effekt auf das Venensystem als auch auf das Lymphsystem haben.
Um Ihnen abschließend die Angst zu nehmen sie noch gesagt, dass Thrombosen meist einseitig auftreten. Das bedeutet, dass ein bisschen geschwollene Beine beidseits nach einer anstrengenden Reise meist kein Hinweis auf eine Reisethrombose sind, sondern schlichtweg ein Überlastungssymptom darstellen.

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